Hallo!
Zur Baddauer:
45 Minuten bei 1,5 A/dm² sind ein guter Mittelwert. Bei diesen Parametern entsteht etwa 1µm Schicht pro 3 Minuten, bei 45 Minuten also etwa 15 µm. Wenn höhere Schichtdicken gewünscht sind, kann man natürlich auch länger anodisieren. Beim Hartanodisieren können die Teile auch schon mal zwei Stunden bei höheren Strömen im Bad bleiben. Für dekorative Zwecke können auch 20 oder 30 Minuten reichen (5-10µm), eventuell auch bei höheren Strömen. Wichtig ist dann aber optimale Badumwälzung und vor allem Kühlung!
Zu den Schlieren:
Schlieren deuten auf Verunreinigungen der Bleche hin, eventuell ist die Legierung auch problematisch. Auftreten sollten sie aber nicht. Also vielleicht eine andere Legierung verwenden oder die Bleche gründlich reinigen (z.B. beizen).
Zum Aluschweißdraht:
Es *kann* mit Schweißdraht funktionieren, muss aber nicht. Stark abweichende Legierungen können zur Bildung von Lokalen Elementen führen, was die Schichtbildung beeinträchtigt. Außerdem sind die Halterungen dann natürlich auch anodisiert und müssen für das nächste Bauteil wieder gebeizt werden. Reintitan wird dagegen absolut passiviert. Solche Klemmen haben praktisch keinerlei Abnutzung.
Zum Goldbad:
Das Goldbad sollte noch funktionieren, allerdings muss man natürlich darauf achten, dass die Versiegelung der Poren nicht schon beim Färben einsetzt. Gut ist es natürlich nicht
Zur Abdeckung von Fremdmetallen:
Hier kann ich nur nochmal auf unsere Farbpasten verweisen. Diese streicht man wie einen normalen Lack über die zu schützenden Stellen. Nach Trocknung der Farben (1-2 Stunden) sind diese laugen- und säurefest, sowie überfärbbar und heißsealingfähig. Danach kann man sie einfach mit Verdünnung abwaschen: fertig!
Ansonsten kann man natürlich auch mit Stopfen oder wasserdichten Hülsen solche Stifte schützen.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks