Hallo Andreas!
Tja, das Problem hatte ich auch schonmal. Ist aber schon läger her. Ich würde an deiner Stelle mal folgende Punkte überprüfen:
1. Nach dem anodisieren, fleißig Spühlen, auch längere Zeit, um Säurereste auch aus der porösen Schicht zu bekommen.
2. Beim Sealing darauf achten, daß das Wasser richtig kocht. Der erste Moment ist entscheidend, damit sich die Poren zuallererst schließen. Die die zweite Stufe der Umwandlung erfolgt erst danach.
3. Darauf achten, möglichst 'gutes' Wasser beim sealen zu verwenden. In weiten Teilen Deutschlands wird das Trinkwasser gechlort. Dies und andere Stoffe können beim Sealen ausfällen und sich am Bauteil absetzen. Prüfe die einfache Entfernbarkeit des gelben Stichs (nur mit dem feuchten Lappen, keine Lösungsmittel). Wir verwenden zum Sealen ausschließlich dest. Wasser mit Sealingzusatz, aus gutem Grund!
4. Nimm doch mal einen normalen, (emailierten) Topf und beobachte, ob sich ein Testobjekt genauso verhält.
5. Zu guter letzt: Kennst Du die genaue Bezeichnung der Al-Legierung, die Du versucht hast zu eloxieren? Knet- oder Gusslegierung? Die 'Stahlkocher' mischen eine Menge sonst. Bestandteile in die 'Suppe' um ganz bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Anodisierfähigkeit steht da meist nicht im Vordergrund!
Mehr fällt mir im Moment nicht ein!
Viele Grüße
Simon Klopp
Kleinstwasserkraft Klopp
PS: Wieviel Oberfläche hat dein WS, wieviel Strom beim Vorgang, Säurekonzentration, Badtemperatur und was Dir sonst noch dazu einfällt?!?! Ferndiagnosen sind meist schwierig!