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Schweißinverter als Netzteil ?

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25 Jan. 2011 18:24 #1 von Chrisian
Bin hier neu, und da mein " Eloxist " erst ab 50€ loslegte,und dann auch nur in schwarz,wollte ich selbst eine Anlage aufbauen.Einsatzgebiet sollte der Modellbaubereich sein,und ab und zu Gehäuseteile,von einer Grösse bis zu ca.20x30cm.Da ich davon meist vier brauche,und die Teile gleichmässig aussehen sollen ergibt sich eine gesammt Oberfläche von
fast 0,5qm.(4x12qdm).Das sind 72 Amp.Nicht gerade wenig für den Anfang.Als Netzteil liebäugel
ich mit meinem Schweißinverter:

cgi.ebay.de/WIG-E-Hand-Plasma-Inverter-S...&hash=item483eb2204a

Das Gerät hat bei 120 Amp ein Einschaltdauer von 60% und bei 90 Amp 100%,der Strom ist stufenlos regelbar (von 10-120 Amp).In ermangelung an Schwefelsäure habe ich ein Salzlösung
angesetzt und "Gas gegeben" und tatsächlich lagen am Zangenampermeter die eingestellten Stromstärken an,und unter Last 25 Volt.Der Schweißinverter ist nichteinmal warm geworden.Bevor ich jetzt loslege,kübelweise Schwefelsäure und andere Chemiekalien anzuschleppen,möchte ich jetzt die Experten fragen ob ich an dem "Netzteilparametern" irgendetwas übersehen habe.Das Säurebad solle möglichst aus V4A sein,und die Abmessungen von ca. 70x50x35cm haben.Zur Kühlung sollte die ganze Apparatur in eine alte Kühltruhe eingebaut werden,und ein Temperaturfühler(Thermostat) im Säurebad, sollte sich mit dem Kompressor der Truhe austauschen.Ob V4A jetzt für das Säurebad Sinn macht, konnte ich dem Forum nicht so richtig entlocken,obwohl ich mir die Beiträge hier von Anfang an durchgelesen habe,und ob es dem Säurebad zu kalt in der Kühltruhe werden könnte,ist mir momentan auch noch unklar(kein Harteloxieren).Es währe wirklich super nett und hilfreich wenn die Experten noch einige Tipps preisgeben könnten.

Gruss Chrisian

und

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25 Jan. 2011 23:32 #2 von rafatec
Hi,

Experten! - meine ego fühlt sich geschmeichelt :-)

Sowie ich weiss Schweißinverter funktionieren mit Wechselstrom- definitiv braucht man aber Gleichtstromquelle!!! (siehe basis : Eloxieranleitung).

Ein profi Gleichtstrom Netzteil mit 70A-120A kostet so mehrere tausend Euro.

Wenn du gleiche bedinungen einhaltest- kann du es auch einzeln eloxieren. Es wird viel günstiger.

Jedoch Gehäuseteile mit 20x30 sind für einen Anfänger eindeutig zu "große Schue" Stichworte : Badumwaltzung, Aktiv Badkühlung und 1001 andere Themen.

Ich würde an deiner Stelle von klein anfangen und sich langsam in das Thema einarbeiten (kleine Werkstücke=kleine Ströme=kleine Probleme)- mit Eloxieranleitung in der Hand. 2-3 Jahre und x- Euro später wird dich dein "Eloxist-exorzist" um deine super gelungene Gehäuseteile sicher beneiden :-)

Grüß
Rafael

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25 Jan. 2011 23:48 #3 von Drehodor
Hallo Chrisian,

ich würde das Ganze anders angehen, im etwas kleineren Maßstab. Warum eloxierst du die Teile nicht nacheinander?
Wenn du sie zusammen eloxierst hast du auch keine Garantie das alles gleich wird. Im Gegenteil, durch ungleichmässige Stromverteilung oder Kontaktprobleme gibts meistens mehr Schwierigkeiten wie beim einzeln eloxieren.
Die Konstruktion des Bades, Anordnung der Kathoden, effektive Umwälzung, etc. sind bestimmt problematisch. Das grössere Volumen bedingt auch höhere Kosten für die Schwefelsäure.

Ob das Schweissgerät eine geeignete Stromquelle ist, kann ich nicht sagen. Ich kann mir nur vorstellen das die spezielle Programmierung des Microprozessors besser fürs Schweißen geeignet ist als fürs Eloxieren. Das Teil "denkt" ja es brennt ein Lichtbogen und wer weiss schon wie der Strom genau "aussieht" der da rauskommt. Denkbar wäre ein Programm, welches reinen Netzteilbetrieb (Konstantstrom) gewährleistet.

Wenn du dich für ein kleineres Bad entscheidest, kommst du auch um das V4A rum. Kunststoffbehälter sind imho besser geeignet weil sie als Störquelle auszuschliessen sind und in den kleineren Grössen unschlagbar billig.

Grüsse,

Thomas.

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26 Jan. 2011 16:04 #4 von Chrisian
Moin Thomas bzw Rafael,

besten Dank für eure Beiträge,wahrscheinlich habt Ihr Recht,ersteinmal mit
kleinen Werkstücken u. einer kleineren Kunststoffwanne als Säurebad anfangen.
Wenn dann die Oberflächen auch beim eloxieren "hintereinander" optisch gleich sind,
ist das natürlich für den Anfang auch ok.

Aber nun zum SchweißInverter:

Natürlich gibt das Gerät Gleichstrom aus,nur wie "gleich" diese Gleichstrom ist,
kann ich unter Ermangelung eines Oszilloskops nicht beantworten.Vielleicht hat er ja sogar
positive Wirkung auf das Eloxalbad bzw die Alu-Oberfläche.Wenn einer einen Oszi sein Eigen
nennt könnter er es bitte einmal durchmessen.
Bei einem positiven Ergebnis könnte es eine interessante Alternative zu herkömmlichen Netzteilen sein.
China-Schweißinverter mit ca.140 Amp (brutto) gibt es schließlich schon ab 100€.

cgi.ebay.de/Einhell-Inverter-Schweissger...&hash=item33642239ee

cgi.ebay.de/Schweisinverter-Elektrodensc...&hash=item1c18b4036a

Gruss Chrisian

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30 Jan. 2011 22:57 #5 von Chrisian
Update:

Heute der erste Test im Säure/Eloxalbad.

Bad-Parameter:

Badvolumen : ca.25 Ltr.
Eloxierdauer : ca.60 Min.
Badtemperatur : Anfang 9°,Ende 15°.
Materialoberfläche Werkstück: 7 Qdm.
Strom : konstant 10 Amp.
Spannung : 16 Volt.
Schwefelsäure Konzentration : ca.17%.
Kathode : Alu,ca.4 Qdm.

Hat auch soweit fast alles funktioniert,
nur am Werkstück wurde an der Materialseite zur
Kathode hin,das untere viertel nicht richtig
eloxiert,bzw die Eloxalschicht hat sich wieder
abgelöst,die zur Kathode hin abgewandte Seite
ist ok.( siehe Dateianhang)Hat jemand eine Idee ?

Gruss

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30 Jan. 2011 23:19 #6 von Drehodor
Hi,

ich würde die Kathode vergrössern, mindestens die selbe Fläche wie das Werkstück. In meinem kleinen Bad habe ich 2 gegenüberliegende Bleiplatten über die längeren Seiten des Behälters eingebaut, optimal wäre wohl eine umlaufende Kathode.
Weiter ist keine Umwälzung zu erkennen. Das ist bei diesen Strömen notwendig um lokale Erwärmungen zu vermeiden.
Bist du sicher das der fehlerhafte Streifen unten war?

Thomas.

edit: Hab gerade gesehen das der Fehler doch unten ist. Wie auch immer, probiere es mit einer Umwälzung.

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