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Fragen zu : Stärke der Kathode und negativ Vorpannung -Prinzip?
Christoph schreibt zu V4A : "Ja, das geht prinzipiell - wichtig ist dabei, dass das Becken immer negativ vorgespannt bleibt oder aber die Säure bei Nichtbenutzung abgelassen wird"
Gilt dieses Prinzip auch bei Alukathode bzw. würde es so auch mit Alu-Wärmetauscher funktionieren?
Ich habe Quelle für dünne - 0,5 mm Bleibleche soeben gefunden.
www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/2737104...s/cnid/EAH/anid/EAHB
Würde es gut funktionieren bzw. Spielt diese geringe Stärke eine Rolle bei zb. Eloxieren mit bis zu 50A?
So düne Blech würde sich sehr gut Verlegen lassen.Die Kontaktstelle könnte dann mit Aluminium verstärkt werden.
Servus
Rafael
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- Christoph Drube
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Ja, prinzipiell geht das auch mit Aluminium.
50A sollten zumindest großflächig mit einer Aluschiene etc. in die Bleche eingespeist werden. Dann dürfte es aber bei entsprechender Fläche keine Probleme geben.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks
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Danke Christoph!
Was für Mindest-Stromstärke bzw. Spannung muss angeschlossen werden?
Ich habe zb. 12V, 1A Netzteil. Als Anode würde dann ein Titanstab dienen.
Würde es ausreichen, oder muss es mind.20V wie beim eloxieren sein?
Mit freundlichen Grüßen,
Rafael
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rafatec schrieb: Was für Mindest-Stromstärke bzw. Spannung muss angeschlossen werden?
Ich habe zb. 12V, 1A Netzteil. Als Anode würde dann ein Titanstab dienen.
Würde es ausreichen, oder muss es mind.20V wie beim eloxieren sein?
Hallo, Rafael!
Wenn Du eine Aluminium- (oder Blei-)kathode und einen Titanstab ins Bad hängst, hast Du ein galvanisches Element gebaut. Je nach elektrochemischem Potential der beteiligten Metalle stellt sich eine Differenzspannung ein, die es zu kompensieren gilt.
Beispiele:
Titan: elchem. Potential = -1,77V
Blei: elchem. Potential = -0,13V
Alu: elchem. Potential = -1,66V
Bei der Kombination Aluminium-Titan (dabei ist der "Pluspol" das Aluminium) ergibt sich eine Klemmenspannung von
(-1,77V) - (-1,66V) = -0,11V.
Diese 0,11 Volt musst Du anlegen, um das System neutral zu gestalten.
Da aber eine negative Vorspannung notwendig ist, brauchst Du mehr Spannung. Zuviel ist aber auch nicht gut, außer, Du willst Dein Bad als Heizung verwenden!
Ich würde einen 1,2V-Akku nehmen und ihn mit Minus ans Alu und mit Plus ans Titan hängen. Stromfluss messen und abschätzen, wie lange das System funktionieren wird. Akku gegen einen geladenen austauschen, sobald nötig.
Grüße, Rudi
___________________________________________________
Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!
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Ein feines Wissen -Respekt!
Vielen Dank!
Das ist eine super Nachricht- es ergibt tolle, neue Möglichkeiten. Mit dem Akkus ist eine super Idee- so kann mann den Stromverbrauch gut feststellen. Optional würde ich dann ein mini-Netzteil anschliessen, wenn das Akku zu oft gewechselt werden musste.
Ich habe noch was ähliches gefunden :
www.wachsmann-grimm.de/html/kathodischer_korrosionsschutz.html
Servus!
Rafael
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Ich habe somit ein Akku angeslossen. Allerdings komischerweise der Stromverbrauch ist nicht messbar. Komisch, denn auf der Kathode aus alu, Wasserstoffbläschen entstehen und es riecht leicht nach Säuredämpfen- also Strom muss fliesen.Wenn mann umgekehrt anschlist, also plus an Alukathode und minus an Titananode, dann lässt sich Strom messen - etwa 11 mA- ein AA Akku (Eneloop) würde also für ca. 1 Woche reichen.
Es lässt mich aber eine Frage nicht in Ruhe: Wenn es so einfach zu machen ist - ein Akku pro Woche und zwei Kabelchen- warum wird Negativvorspannung als Korossionsschutz als so ein Aufwand angesehen und nicht breiter angewendet bzw.in forum propagiert? Warum Werden meist sehr teure und generel uneffiziente Wärmetauscher aus titan angewendet(in Vergleich zu alu)?.
Servus
Rafael
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Bei der Kombination Aluminium-Titan (dabei ist der "Pluspol" das Aluminium) ergibt sich eine Klemmenspannung von
(-1,77V) - (-1,66V) = -0,11V.
[...] Da aber eine negative Vorspannung notwendig ist, brauchst Du mehr Spannung. [...] Ich würde einen 1,2V-Akku nehmen und ihn mit Minus ans Alu und mit Plus ans Titan hängen.
So, ich hab mal eine schnelle Akkuhalterung gebastelt und die Kombination Tinat Pluspol, Aluminium Minuspol ausprobiert. Über den beiden Blechen gemessen ist die Spannung um ca. 0,1 V geringer als am Akku - passt schonmal. Es fließt ein Strom von 11 bis 12 mA.
Sollte das Alublech eine Mindestgröße haben, oder reicht ein kleiner Streifen? Wie ist die Gefahr einer "Wasserstoffbombe" einzuschätzen? Sollte das Bad draußen stehen, oder wäre z.B. ein Keller oder eine Garage OK?
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Enttäuschend !!!
Ich habe schließlich mit einem 1,5V Netzteil die Negativvorspannung betrieben. Trotzdem die Alurohre waren von Säure angegriffen und nach mehreren Monaten die Säure sah trüb aus. Fazit : Es verlangsamt also die Korrosion, aber nicht ganz verhindert. Jetzt sind die Rohre zum Kühlen herausnehmbar. Die Kathode ist aus Blei (nicht herausnehmbar). - ohne Negativvorspannung nach einem Jahr die Säure ist sauber und intakt.
Servus
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