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Vorstellung und Frage

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23 Juni 2011 17:33 #1 von Tarlang
Vorstellung und Frage wurde erstellt von Tarlang
Guten Tag zusammen,

ich möchte mich kurz vorstellen: ich heisse Rudi, arbeite neben meinem eigentlichen Beruf semiprofessionell mit CNC-gesteuerter Fräse und Drehbank, in letzter Zeit kommen oft Anfragen nach Aluminium als Material hinzu (sonst eher Stähle und NE-Metalle wie Messing).

Logische Antwort wäre das Schliessen der Produktionskette mit dem Eloxierverfahren, jetzt habe ich ein Problem, das ich kurzfristig(!) lösen muss.

Aufsetzen der Bäderstrecke und der notwendigen Heizungen (Farbbad/Sealing) waren weiter kein Problem, aber das Netzteil...

Laut meinem CAD hat mein gestern gefertigtes Werkstück eine Oberfläche von 7,248 dm², benötigt also einen Strom von 10,872 Ampere. Material ist AlCuMg1.

Zur Verfügung steht mir derzeit nur ein Labornetzteil, bei dem ich in Parallelschaltung 6 Ampere ziehen kann.

Ist das über eine entsprechende Verlängerung der Badzeit noch vertretbar (gibt es da eine Formel?) oder von vorneherein so zum Scheitern verurteilt, dass ich *sofort* ein grösseres Netzteil anschaffen muss? Ich hatte da an dieses www.elv.de gedacht. Der Kunde trommelt...

Danke und Gruss

Rudi

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23 Juni 2011 17:45 #2 von Björn
Hallo Rudi,

Du kannst die Anodisierzeit anpassen also auch verlängern. Bei diesen Stromstärken solltest du dir aber Gedanken über eine Kühlung bzw Umwälzung des Bades machen sonst wirst du Probleme kriegen.

Als Netzteil kann ich dir dieses empfehlen:

www.elv.de/Labornetzgerauml;t-PS-3020-(2...flv_/bereich_/marke_

Das habe ich auch und ist super und vor allem nicht so teuer wie dein gepostetes. Meines liefert 30V und max. 20A also mehr als ausreichend wie ich finde.

Gruss Björn

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23 Juni 2011 18:28 #3 von Tarlang
Hallo Björn,

danke für die schnelle Antwort. Kühlung kann ich derzeit nur so realisieren, dass das eigentliche Eloxierbecken in einem etwas grösseren, wassergefüllten Becken sitzt, in das ich dann tiefgefrorene Akkupacks einlege. Wärmetauscher über Titanleitungen wären schön, aber bis jetzt hat sich die wirtschaftliche Vertretbarkeit noch nicht abgezeichnet ;-)

Und danke für den Link mit dem - doch deutlich günstigeren - Netzteil. Wäre mir natürlich sehr lieb, denn für meinen normalen Kram reicht mir das bereits vorhandene Netzteil sehr wohl aus, und für nur einen Produktionsschritt 769,-€ auszugeben muss sich schon rechnen.

Ich habe im Netz eine Tabellenkalkulation gefunden, mit der die Oberfläche berechnet werden kann (o.k., kannn mein CAD auch, sogar genauer), aber dann kannst Du den Maximalstrom Deines Netzgerätes eingeben und er errechnet Dir die notwendige Eloxierdauer (mit verschiedenfarbig unterlegter Zelle für gut, kritisch, Grenzbereich, geht nicht). Ich liege da mit 108 Minuten wohl schon im Grenzbereich.

Dann werde ich es mit dem jetzigen Netzteil versuchen und dann ein grösseres (mglw. das von Dir verlinkte) anschaffen.

Gruss

Rudi

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23 Juni 2011 19:17 #4 von katerleo
Hallo, Rudi!

Ich heiße auch Rudi; herzlich willkommen im Forum!
Wie Björn schon ausgeführt hat, kann man die Anodisierdauer (in Grenzen) erhöhen, um Stromstärke zu ersetzen, aber nicht beliebig! Du hast ja in der Excel-Tabelle gesehen, dass die 108 Minuten keineswegs mehr "im grünen Bereich" sind! Da die Tabelle von mir ist, weiß ich recht gut, wovon ich spreche. Jedenfalls musst Du, wenn Du die Zeit so weit erhöhst, für sehr gute Kühlung und, GLEICH WICHTIG, gute Umwälzung sorgen! Deine Kühlung ist schon o.K., beginne aber zusätzlich mit gekühlter Säure! Wenn Du mit einer Badtemperatur von 13 - 15 °C beginnst und reichlich Kühlakkus einsetzt, sollte es klappen, und die Badtemperatur ist am Ende des Vorgangs nicht höher als 20 - (max.!) 22 °C.

Gruß, Rudi

___________________________________________________
Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!

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23 Juni 2011 19:20 #5 von Björn
Du solltest darauf achten das dein Becken aber nicht zu kalt wird. Optimal wäre wenn du die Temperatur um die 18°C hältst.

Wenn du eloxieren möchtest wo es nicht auf die Optik ankommt, kann das Bad ruhig kälter sein. Jeh kälter um so härter später die Schicht, glaube ich mal gelesen zu haben. Korrigiert mich sonst.

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23 Juni 2011 19:56 #6 von Drehodor
Hi @ all und willkommen im Forum, Rudi.

Björn schrieb: Als Netzteil kann ich dir dieses empfehlen:
www.elv.de/Labornetzgerauml;t-PS-3020-(2...flv_/bereich_/marke_
Gruss Björn


Unter "Beschreibung" steht das wäre ein Schaltnetzteil, isses aber nich. Sieht man aber auch schon am Gewicht von 20 kg.
Mit der angegebenen Leistung ist es auch so eine Sache. Die 20 A kann es nur max. 10 min liefern, zum Eloxieren zu kurz...
Wer aber mit 15 A Dauerstrom auskommt findet das Netzteil z.B. in der Bucht 25% billiger. Nebenbei hat man dann eine prima Heizung für den Hobbyraum :-)

Grüsse,

Thomas.

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23 Juni 2011 20:21 #7 von Tarlang
Geht ja fix hier :-)

@katerleo/Rudi: Ich habe einen alten Kneipenkühlschrank (die Dinger mit Glastür, etwa 190cm hoch), da könnte ich ohne Probleme die Säure vorkühlen auf ~5°C. Das ist eine prima Idee, werde ich sofort umsetzen.

Über die Umwälzung habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht, und da dieser Auftrag jetzt schnell aus dem Haus muss, werde ich da wohl oder übel mit dem Glasrührstab beistehen und für Bewegung sorgen (wie schon angedeutet, die ganze Thematik ist neu für mich und ich muss mich da erst reinarbeiten).

Ich hänge mal ein Foto von der Hängekonstruktion dran,durch die senkrechten Löcher kann jeweils ein 1,5mm Titandraht geführt werden, der dann mit einer Made von der Seite geklemmt wird. In der Stirnseite eines der Träger (oben rechts) sitzt der Stromanschluss für's Gitter, der umlaufende Käfig hat noch eine Bananenbuchse für die Kathode.

Gruss

Rudi

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