Hallo, Sven!
Sei bitte nicht ungehalten, aber Deiner Schilderung fehlen sämtliche Anhaltspunkte zur Fehlerdiagnose.
In diesem Beitrag
findest Du die anzuführenden Punkte.
Grundsätzlich aber ist folgendes zu bemerken:
1)
Verdünnte Schwefelsäure leitet den elektrischen Strom immer und unbedingt, die verbraucht sich nicht und wird auch nicht plötzlich zum Isolator! An Deinem Bad lag es also nicht.
Du hast zunächst 2 l Akkusäure mit 3 l Wasser gemischt und damit 5 l Badflüssigkeit erhalten. Akkusäure enthält pro Liter, je nach tatsächlicher Konzentration, grob gerechnet ca. 470 g Schwefelsäure, Du hast also ein Bad mit 940 g/5 l bzw. 188 g/l angerührt. Das entspricht etwa einer Konzentration von 17 %.
Dein Bad ist also keineswegs "etwas sehr gestreckt", sondern schlicht ideal.
Um die Deiner Meinung nach zu wenig konzentrierte Mischung aufzupäppeln, hast Du weitere 3 l Wasser und einen Liter 96 %ige Schwefelsäure zugegeben.
Was ist passiert?
Die technische Schwefelsäure enthält ungefähr 1.685 g Schwefelsäure pro Liter. Dein nachkonzentriertes Bad hat nun ein Volumen von 5 l (ursprünglich) + 4 l (neu), also insgesamt 9 l. In diesen 9 Litern sind 940 g (ursprünglich) + 1.685 g (neu) Schwefelsäure enthalten, zusammen also 2.625 g. Die neue (starke) Lösung hat also 2.625 g/9 l oder gerundet 292 g/l, was einer Konzentration von etwa 25% entspricht.
Das ist aber für's dekorative Eloxieren viel zu viel, 20 % ist schon starker Tobak, 15 - 17 % wäre ideal!
2)
Bleibleich ist die ideale Kathode, nur Reintitan wäre besser.
Die Kathodenfläche kann nie zu groß sein.
3)
Der von Dir geschilderte Sachverhalt ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Kontaktierungsproblem, das immer dann auftritt, wenn sich unter einer zu losen/zu kleinen Kontaktstelle Eloxal bildet, das - weil isolierend - den Stromfluss unterbricht.
Zum Abschluss noch mein Standardsatz:
Überflüssig zu erwähnen, dass sich der Problemlösungsansatz durch Lesen der einschlägigen Forumsbeiträge hätte finden lassen!
Grüße, Rudi