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Dunkle Schicht nach dem eloxieren.

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14 Okt. 2011 11:46 #1 von Philippster
Hallo Zusammen,

erstmal ein großes, großes Lob an Electronic Things und das Forum wirklich Klasse das so etwas für "Leihen" angeboten wird.

So ich habe jetzt ca. meinen 5. Eloxiervorgang hinter mir.....leider war noch keiner perfekt.

Zu meinem Problem meißt bildet sich während des eloxierens eine dunkle Schicht auf dem Alu entweder richtig dunkel oder so Titanfarbend. (Auch bei Teilen die schonmal eloxiert waren also wo die Legierung eigentlich passen sollte)

Meine Vorgehensweise:

1.Alte Eloxatschicht mit Natriumhydroxid entfernen und mit einem Tuch alle Reste wegwischen. Dann in Wasser spülen und noch einmal in die Lauge bis es um das Alu etwas sprudelt.

2.Nun spülen unter Leitungswasser und anschließend ca. 30 sec. in dest. Wasser.

3.Jetzt hänge ich das Werkstück mit einem Titandraht an ein Alu Rohr diese liegt auf einer Kunstoffbox in der ich Bateriesäure (1:1 mit dest. Wasser) habe. An beiden Seite habe ich Walzblei angeklebt.

4. Nun verbinde ich den Titandraht mit "+" und die beiden Bleistreifen mit "-". Und schalte mein Labornetzteil ein und regle es auf 25V und 2A ab.

5. Je nach Größe lasse ich es dann ca. 45 min laufen (bisher waren allte Bauteile unter 50cm²)

6. Wenn alles fertig ist nehme ich das Werkstück mit dem titandraht raus und spüle es in Leitungswasser udn anschließend wieder in dest. Wasser.

7.Nun gebe ich das Teil in das 50C° heißes Farbabd (bisher nur rot) meißt max. eine Minute weil die dunklen Teile sonst viel zu dunkel werden....ich hatte ein Teile das habe ich 10 Min drin das sah dann auch super aus war aber matt udn hatten einen weißen schleier nach dem kochen.

8. Dann raus aus dem Farbbad und direkt ab ins Kochende Wasser mit Sealingsalz.

Habe ich alles richtig gemacht oder wo könnte der Fehler liegen?

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende.

Gruß
Philipp

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14 Okt. 2011 16:17 #2 von Elma
Hallo,

versuch mal so wie auch in der Anleitung "1,5 Ampere pro 100cm² Oberfläche" einzustellen

(also für zB. 50cm² sind das dann 0,75A ) bei einer Eloxierdauer von ca. 60 min und einer

Badtemperatur unter 20°C.

Die Regelung des Labornetzteils geht folgendermassen:

den Spannungsregler (V) auf Maximum öffnen und
den Regler für die Strombegrenzung (A) auf den errechneten wert einstellen.

Gruss

Matthias

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14 Okt. 2011 19:10 #3 von Philippster
Abend,

ok werd ich morgen mal testen.
Hatte eben noch ein Teil probiert so einen ganz kleinen ALU-Ring von einer Federgabel. Die war vorher glänzend Blau eloxiert. Hab das dann mit Natronlauge gebeizt und gespühlt. Sah eigentlich alles ganz gut aus nach dem Eloxieren war es dann wieder so ein bisschen Titanfarbend....aber nicht wirklich sehr dunkel nur halt ziemlich matt und gräulich. Dann ins Farbbad wieder nur ca. 1 Minute weil es sonst total dunkelrot wird. Nach dem Kochen war aber leider wieder so ein weißer schleier drau fder sich auch kaum wegpolieren lässt.....

Gruß
philipp

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16 Okt. 2011 11:12 #4 von Elma
Hallo,

wenn du eine glänzende Oberfläche nach dem eloxieren möchtest, solltest du nicht Natronlauge zum entfetten benutzen sondern das Aluminium Entfettungsmittel verwenden.

Nach dem Abbeizen von alten Eloxalschichten ist ein erneutes Polieren vor dem Entfetten erforderlich.
Bei diesen schönen gekauften dekorativ eloxierten teilen ist die Schicht nicht besonders dick und die Oberfläche wurde zuvor trommelpoliert oder elektropoliert.
und mit einem Zweistuffensealing erreichst du natürlich auch bessere Resultate. Ebenso werden die Ergebnisse besser wenn die Temperatur und Konzentration
des Farbbads nicht so hoch ist und dafür die Dauer länger ist.

Die Ablagerungen auf deinen Teilen könnten durch den Kalk im Leitungswasser kommen.

Gruss

Matthias

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16 Okt. 2011 16:40 #5 von Philippster
Hi Matthias,

jo das Reinigungsmittel wollte ich mir jetzt auch mal bestellen.

Ein zwei Sufen Sealing ist mir ganz ehrlich gesagt zu aufwenig ^^
Naja ich probier es mal aus wenn ich ins Farbbad noch etwas Wasser gebe und länger drinn lasse.

Mit dem Kalk.....mhh eigentlich spüle ich das ja nur kurz in Leitunsgwasser und dann ja auch immer nochmal in Dest. Wasser.

Gruß
Philipp

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18 Okt. 2011 08:54 #6 von Elma
Hallo,

Wenn du bereits dest. oder demineralisiertes Wasser zum Sealen verwendest liegt es nicht daran.

Grüsse

Matthias

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19 Okt. 2011 19:04 #7 von Philippster
Abend Zusammen,

so habe heute mal mit dem speziellen Reinigungsmittel gearbeitet und anstatt Rot Feuerrot^^.
Und ich habe auch das Farbbad mal etwas "weicher" gemacht so ca. 3g pro Liter. Ist auch eigentlich ganz gut geworden das Teil hab eich vorher an der Polierscheibe auf Hochglanz gebracht und auch nach dem Reinigen war der volle Glan noch vorhanden.

Leider ist aber während des eloxierens wieder so eine Titanfarbene Schicht auf das Teil gekommen wodurch die Farbe nicht wirklich Glänzend war und halt wieder so einen Grau Stich im Rot war.

Wüsstet ihr vllt noch eine Fehlerquelle ich habe schonmal überlegt ob es vllt. am Blei liegen könnte habe ja an beiden Seiten meines Behälters zwei (20cm x 20cm x 1mm) angeklebt.....

Gruß
Philipp

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19 Okt. 2011 20:46 #8 von Drehodor

Philippster schrieb: Wüsstet ihr vllt noch eine Fehlerquelle


It's a feature, not a bug ;-)

Die Titanfärbung ist durch die Legierung bedingt. Wahrscheinlich ist es ziemlich festes Zeugs, 7075 bildet z.B. so eine Färbung aus.
Du musst evtl. die Farbmischung anpassen, dann kommst du wieder zum selben Ergebnis wie bei reinem Alu (ausser bei sehr hellen Farben).
Und wie du auch schon bemerkt hast, ist weniger oft mehr. Die Farbbäder können meistens noch verdünnt werden.

Grüsse,

Thomas.

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19 Okt. 2011 22:15 #9 von Philippster
Abend Thomas,

danke für die schnelle Antwort. Jo ist schon ziemlich "festes" Aluminium.

Mit Farbmischung anpassen meinst du andere Farbe rein mischen?

Gruß
Philipp

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21 Okt. 2011 19:11 #10 von Philippster
Guten Abend Zusammen,

also irgendwie liegt mir das eloxieren nicht^^

Ich habe heute 6 Teile eloxiert....

Eins habe ich aus AlCuMgPb CNC-gefräst und poliert dann wie immer eloxiert und sogar frische Säure angemischt......kaum Farbaufnahme also wirklich nru so ein ganz leichter Rotstich ist enstanden.

Dann noch zwei Drehteile aus AlMgSi 0,5 auch hier kaum Farbaufnahme und vorallem hat das eine Drehteil nach dem eloxieren noch suepr geglänzt das andere wurde leicht matt das hat auch die Farbe besser aufgenommen.

Dann noch 3 Teile mit unbekannter Legierung auch hier kaum Farbaufnahme......

Also so langsam verzweifel ich =(

Gruß
Philipp

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21 Okt. 2011 21:03 #11 von wingover
Hallo Philip!

Nicht aufgeben.
Wenn die Teile gar keine Farbe aufnehmen ist die Schicht nichts geworden.
Bei CuPb würde ich zunächst nur schwarz versuchen.
Die häufigste Ursache ist hier die Kontaktierung.
Der Titandraht sollte richtig fest im Bauteil verklemmt werden.
Auch der Kontakt zum Netzteil sollte gut sein.

Eine gute Umwälzung des Bades ist auch sehr wichtig für optimale Schicht.
Die gelbliche Färbung liegt an der Legierung.
Diese sollte nach dem Beizen allerdings auch schwärzlich anlaufen und ein Salpetersäurebad erforderlich machen.
Bei mir bildet sich nach dem 1. Beizen oft ein Schleier auf dem Bauteil, welchen ich dann abbürste, und den Beizvorgang wiederhole.
Wenn du schon das Sealsalz (70°C!!) hast, ist das 2 Stufen Sealing doch kaum Mehraufwand.
Und wenn nur eine Stufe, dann in Wasser bei 96°C ohne Sealsalz.
Für optimale Ergebnisse ist auch pH-Wert des Farbbades zu beachten.
Ich verwende als Kathode ein Alublech und bin mit den Ergebnissen meist zufrieden.

Mach einfach noch ein paar Versuche (da reichen auch schon 30 min eloxieren) mit AlMgSi0,5 und schwarz.
1. Schritt: Optimale Kontaktierung!

Wenn Farbe aufgenommen wird, die anderen Farbtöne.

Viele Erfolg!
Stephan

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21 Okt. 2011 21:33 #12 von Philippster
Guten Abend,

danke für deinen vielen Tips.

Beim EInstufen Sealiung sollte man aber doch trotzdem Sealsalz bei >96C° also so weit ich weiß.

Beizen mache ich eigentlich jetzt nur noch wenn ich ein Teil habe wo ich die alte Eloxatschicht ab machen will. Weil ich habe ja jetzt dieses Alu Reinigungspulver und damit bleibt der Glanz der Teile erhalten wenn ich Teile auf hochglanz poliere und die dann nochmal Beize ist der Glanz meißtens weg.

Mit der Kontaktierung könntest du recht haben da hatte ich heute erst ein paar Probleme weil ich keinen wirklich guten Punkt hatten um den Titandraht am Bauteil zu fixieren da werd ich nochmal ein bisschen wickel arbeit leisten^^
Den Kontakt zum Netzteil stelle ich über Krokoklemmen her da sollte es wohl kein Probmel geben.

Eine Umwälzung habe ich leider auch noch garnicht...das sollte ich dann vllt. erstmal bauen.

PH Wert des Farbbades habe ich bisher noch nicht kontroliert habe immer einfahc das PUlver in destiliertes Wasser gegeben.

Gruß
Philipp

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21 Okt. 2011 21:43 #13 von wingover
Die Klemmen finde ich nicht so gut.
Bau dir einen "Schwebebalken" mit vielen Bohrungen und Klemmschrauben.
Den Balken verbinde ich mit einem Bananenstecker.
Damit ist es sehr einfach mehrere Teile aufzunehmen.
In der Galerie findest du entsprechende Bilder.
Es gibt einen Sealzusatz, dass ist aber nicht das Salz.

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21 Okt. 2011 22:01 #14 von Philippster
Abend,

jo es gibts noch eine Sealinglösung aber in der Eloxieranleitung steht das man bei einem Einstufensealing Sealingsalz nehmen soll und für das zwei stufen sealing noch die sealinglösung dazu.
Kann ich in dem Alurohr normale Stahlschrauben verwenden also um das Kabel vom Netzgerät an zu schließen udn den Titandraht zu befestigen?

Gruß
Philipp

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21 Okt. 2011 22:12 #15 von Drehodor
Hallo,

beim Einstufensealing soll das Salz anstelle der Lösung verwendet werden. Am besten ist das Zweistufensealing.

Zur Kontaktierung des Titandrahtes habe ich auch schon oft Krokoklemmen eingesetzt, geht eigentlich ganz gut. Die Klemmen sollten natürlich stramm sitzen.
An dieser Stelle, welche ja auch ausserhalb des Bades liegt, hatte ich noch nie Kontaktprobleme. Die Lösung mit dem Schwebebalken ist natürlich eleganter :-)
Die unterschiedlichen Materialpaarungen Stahl/Kupfer/Alu funktionieren solange wie kein Elektrolyt dazukommt. Da reicht schon Wasser, Schwefelsäure(dampf) tut es natürlich auch..

Thomas.

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21 Okt. 2011 22:20 #16 von Philippster
Abend,

ok dann probier ich das mal.

Ich habe noch eine Frage zum PH Wert des Farbbades......ich habe einmal total vergessen zu spülen. Also nicht heute sondern bei einem anderen Farbbad. Ist diese Farbbad jetzt fürn Müll wenn ich da einmal mit einem ungespülten Werkstück rein getunkt bin?^^

Gruß
Philipp

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21 Okt. 2011 22:28 #17 von Drehodor
Es kommt darauf an wieviel Säure eingeschleppt wurde, z.B. durch Bohrungen usw. und natürlich auf die Grösse des Bades.
Es gibt aber noch ein Problem, nämlich das viele Farben empfindlich auf Sulfate reagieren.
Wenn das Bad gepuffert war würde ich mir über den pH-Wert keine Sorgen machen. Ansonsten einfach messen und evtl. "nachjustieren". Dann eine Minimaleloxierung mit bekannter Legierung, etc. durchführen. Wenn das funktioniert ist das Bad o.k. :-)

Thomas.

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21 Okt. 2011 22:39 #18 von Philippster
Was bedeutet nachjustieren? Mit Natronlauge auf den richtigen PH Wert bringen?

Nein ich hatte leider keinen Puffer drin. Werde ich bei der nächsten bestellung aufjedenfall mal mitbestellen.

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21 Okt. 2011 22:54 #19 von Drehodor
Ja genau, der pH-Wert wird mit Natronlauge erhöht. Am besten eine kleine Menge mit VE-Wasser ansetzten und dann tropfenweise zugeben. Auf keinen Fall festes NaOH-Granulat ins Farbbad geben, sonst kippst du gleich wieder Essig hinterher ;-)
Den Puffer musst du dann mit Essigsäure ansetzen. Nach meiner Erfahrung war der pH-Wert gepufferter Farbbäder nach längerer Zeit niemals zu tief. In einem Fall habe ich sogar etwas Essigsäure zugeben müssen. Also wirkt der Puffer der Säureeinschleppung doch gut entgegen.

Thomas.

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21 Okt. 2011 22:58 #20 von Philippster
Alles klar danke Thomas!

Ich werde mri jetzt erstmal PH-Streifen kaufen und dann mal alles checken eine bessere befestigung bauen und vllt. noch eine Umwälzung dann werd ich mich nochmal dran wagen!

Gruß
Philipp

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