Hallo!
Der geschilderte Verlauf deutet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf ein Kontaktierungsproblem hin. Ich vermute mal so ins Blaue hinein, Dass Du das Werkstück mit einem Draht ins Bad gehängt hast. Dann führt jede auch nur miroskopisch geringe Lageveränderung des Werkstückes dazu, dass sich der Kontaktierungsdraht verschiebt und danach nicht mehr auf blankem Metall, sondern auf der bereits anodisierten Fläche zu liegen kommt, welche einen nahezu perfekten Isolator darstellt --> Stromfluss unterbrochen.
Dieses Problem kann man nur vermeiden, wenn sichergestellt wird, dass der Kontaktierungsdraht/stab nicht verrutschen kann.
Ich zum Beispiel kontaktiere fast jedes Werstück mittels eines Titanstabes mit Gewinde, der in ein entsprechendes Gewinde im Werkstück eingeschraubt wird. In fast jedem zu eloxierenden Teil gibt es Bohrungen, die dazu verwendet werden können. Meist gibt es auch Stellen am Werkstück, die im montierten Zustand den Blicken entzogen sind. Dort kann man eine Kontaktierungsbohrung anbringen.
Ist das Einbringen eines Gewindes, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich, es sind aber Durchgangsbohrungen vorhanden, klemme ich das Werkstück zwischen zwei Titanmuttern auf einem Titan-Gewindestab, der durch die Bohrung geführt wird.
Sollte auch das nicht möglich sein, wird das Werkstück durch einen zu einer Federklemme gebogenen Titandraht/stab stramm geklemmt. In diesem Fall gilt, wie ganz oben schon erwähnt, dass keinerlei Relativbewegung zwischen Werkstück und Kontaktierungsklemme stattfinden darf!
Grüße, Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!