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Probleme beim elektrolytischen Polieren

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03 Mai 2014 18:15 #21 von wingover
Was mache ich falsch?

Wenn ich die Bauteile (AlMgSi1) ins Polierbad (80°C, 200g/l) einhänge habe ich den Eindruck es handelt sich um eine starke Lauge.
Sehr starke Blasenbildung. Ist das bei euch auch?
Bei anderen Versuchen mit Alukathodenblech auch sehr starke Blasenbildung (Bad verfärbt sich dunkel).
Spannung steigt auf 30V (Max. des Netzteiles) und der Strom wird entsprechend heruntergeregelt.
Die Oberfläche wird gebeizt, sehr gut polierte Bauteile sind binnen Sekunden matt.
Die Qualität der Oberfläche wird immer schlechter.
Die Oberfläche wird auch sehr hart, fast wie eloxiert.
Bad neu angesetzt, Kathode ist jetzt wieder der Edelstahltopf.
Das Bad leitet auch nicht mehr, es kommt zu keinem Stromfluss.
Das hatte ich bei den ersten Versuchen auch, bis ich die Konzentration erhöht habe.
(oder sich schon recht viel Alu der ganzen Tests gelöst hat?)
Nur starke Blasenbildung am Bauteil, genau wie nach einigen Minuten in der Natronlauge.

Bin für jeden Tipp dankbar.

Danke Stephan

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30 Juli 2015 14:48 #22 von buddhafragt
Hallo,
ich habe exakt die gleichen Probleme!
Es scheint mit der Legierung AlMgSi1 zu tun zu haben.....
Hat jemand einen Lösungsvorschlag?

Gruß
Michael

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22 Sep. 2015 12:41 #23 von Michael.CBW
ich hänge mich hier einfach mal dran. Bin komplett neu in dem Thema, will mich aber mit dem elektrochemischen Polieren und anschließenden Eloxieren beschäftigen.

Heute habe ich mit der Politur angefangen. Meine vorgehensweise:

Aluteil aus AlCuMgPb gedreht und gefräst

in 65°C mit dem Reinigungsmittel hier aus dem Shop 10min gereinigt.

in destilliertem Wasser gespült.

Polierbad auf 80° erhitzt

Polierzusatz eingerührt (200g pro Liter)

Den Edelstahltopf als Kathode benutzt

das aluteil an einer Aluschiene mit einer Edelstahlschraube befestigt.

Auf die Aluschiene die Kathode gelegt

Teil eingehängt ( ohne Strom )

nach etwa 15sek Strom auf 3A begrenzt ( Teilegröße zwischen 60 und 80cm² )

So, jetzt das Ergebnis: die Spannung hat nur 3,3V betragen. Das Teil ist richtig dunkel und matt, wie nach dem Beizen in Natronlauge. Ich habe die vorherigen Beiträge natürlich gelesen. Konzentration sollte ja stimmen. Temperatur war manchmal etwas höher, teilweise auch bis auf 85°. Ist das ein Problem ?

Ist die Legierung ein Problem ?

bin für jeden Tipp dankbar :)

LG Michael

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23 Sep. 2015 17:09 #24 von Michael.CBW
Nachtrag: Habe das Problem selbst gefunden, es sind die Legierungen. Haben einen viel zu hohen Eisenanteil.

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04 Juli 2019 16:41 #25 von Glanzeloxal
Diejenigen unter euch, die AlMg1 (5005), AlMg3 (5754) AlMg5 (5083) poliert haben:
Wie waren eure Ergebnisse?

Die AlMg Legierungen fallen ja beim normalen Eloxieren viel matter aus
als z.B. AlMgSi0,5 (6060), daher interessiert mich das Glänzen nur insoweit,
dass ich zwar keinen Spiegelglanz brauche, aber zumindestens den
Glanzgrad der "guten" Legierungen...

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22 Apr. 2023 00:29 #26 von toobro2

Fabs schrieb: Hallo Chrischan,

das selbe Problem hatte ich auch. Ich habe alle Dosierungen bis 150g pro Liter ausprobiert, auch verschiedene Temperaturen, und das Ergebnis wurde zwar besser aber immer noch nicht glänzend.
Nach Rücksprache mit Herrn Drube, wurde mir geraten direkt auf 200g und 80 Grad zu gehen. Ich hab es zwar aus Zeitgründen noch nicht probieren können aber denke schon dass das dann klappt.
Herr Drube meinte außerdem, wenn die Parameter nicht stimmen ätzt die Lösung mehr als das sie poliert und dieses erzeugt dann die matte Oberfläche. Ach so die matte Schicht solltest du vorher wieder mechanisch entfernen und dieses geht ganz schön bescheiden.

Hoffe das hilft fürs erste.

Mit freundlichen Grüßen

Fabs

Wenn das System jedoch wirklich so empfindlich ist, sollten Anweisungen oder Parameterspezifikationen streng begrenzt werden

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