Hallo, Oliver!
Deine Frage wird Dir niemend exakt beantworten können!
Da die Eloxalschicht ins Material hineinwächst, dürfte sich eigentlich - oberflächlich betrachtet - gar keine Änderung der Maße ergeben. Leider nur "eigentlich"!
Die Poren der Schicht (Leerraum braucht auch Platz!) bewirken eine Volumenszunahme, die Schicht weicht also auch nach außen aus. Wie viel, hängt großteils von der Schichtdicke und ihrer Dichte (Größe der Poren) ab. Exakt messen kann man das nur nach Vollendung des Prozesses, also am fertigen Werkstück mit bereits verdichteter Schicht.
Erfahrungsgemäß wächst die Schicht um 2/3 nach innen und 1/3 nach außen, das sind aber gröbste Näherungswerte!
Du solltest ein Probestück herstellen. Vor dem Eloxieren den Durchmesser so exakt wie möglich messen, nachher auch. Aus der Differenz kannst Du die Korrektur für den Rohdurchmesser ermitteln.
Das funktioniert - reproduzierbar - aber nur dann, wenn ALLE Parameter beim nachfolgenden Eloxieren der "echten" Werkstücke genau denen der Probeeloxierung entsprechen. Auf einige 1/1000 mm Abweichung mußt Du dich aber einstellen!
Das Messen während des Eloxierens bringt kein befriedigendes Ergebnis, da ein Teil der Volumensänderung auch beim Verdichten eintritt - insoferne ist während der Anodisierung keine hinreichende Voraussage über die Maßzunahme zu erwarten.
Außerdem ist eine Unterbrechung des Anodisiervorganges gerade in Bezug auf die zu erreichende Schichtdicke irgendwo zwischen kontraproduktiv und schädlich einzuordnen; siehe oben: Konstante Parameter!
Der Versuch, eine Eloxalschicht zu bearbeiten, führt meist zur Zerstörung der Schicht. Diese Option würde ich vergessen.
Grüße, Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!