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Frage an die Freaks, Mopedzylinder eloxieren

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01 Mai 2006 20:57 #1 von palelu
und zwar, bin durch neugierde auf eure seite gestoßen und werd morgen erstmal die apotheke und die drogerie besuchen ;-)
Hätte da ne frage, die wäre:
ein zylinder vom moped ist aus aluguss und hat ne laufbuchse aus grauguß (stahl...). es wäre in der tuning szene einzigartig für mich einen eloxierten zylinder zuhaben und ich wollte fragen ob sowas geht. wird der stahl in irgendeiner weise angegriffen? macht wärmeeinwirkung der elox schicht etwas aus? bitte um antwort!!!

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02 Mai 2006 14:24 #2 von Gast
Du hast da 2 probleme....

1. Die meisten Aludruckgußsorten lassen sich nicht eloxieren. Und wenn dann meist nur sehr dunkle farbtöne
2. Die Stahlbuchse muss mit irgendwas ( z.B. nem Lack oä) komplett abgedeckt werden. Der Stahlzylinder darf während des eloxiervorganges auf keinen Fall mit der Schwefelsäure in berührung kommen. Ansonsten funktioniert das nicht.
Und zudem würde der STahl massiv angegriffen werden

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02 Mai 2006 20:48 #3 von Gast
mit dem stahl das wäre das geringste, da fällt mir was ein.
wer könnte das für mich versuchen? würde nen zylinder bzw ein paar kühlrippen schicken und den rückversand zahlen- aufwandsentschädigung für nen test ist sicher auch drin

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27 Aug. 2006 01:04 #4 von DEC
Servus

bist nicht der erste der diesen Gedanken hatte ;-)

Die Wärmeentwicklung macht der Eloxschicht gar nichts aus, sie leitet die Wäme sogar besser ab.
@Gast no.1:
zu Punkt 1 haste recht: Laut Tabellenbuch wird AlSi10Mg sehr gerne zu Motorteilen verwendet, da diese Legierung sehr gut schweißbar, sich sehr gut zerspanan lässt und zuden noch eine hohe Festigkeit hat.
Das ist wahrscheinlich zu viel Silizium für ne gute Schicht!

zu Punkt 2: da sehe ichs geringste Problem. Man dreht einen Zeckel aus einem geeigneten Kunstoff (zur Not PTFE) und schraubt diesen anstatt des Zyl-Kopfes auf. Am Zyl-Fuß macht man dasselbe.

Man müsste 'nur' das Silizium aus der oberen Aluschicht herausbekommen. Aber wie? So viel ich weiß wird Silizium nur von Flusssäure angeätzt und das werde ich zu 100% nicht ausprobieren aus wenn ich leicht an diese kommen könnte und ich rate es auch jeden ab mit Flusssäure zu hantieren wenn er sich nicht sehr gut mit Chemie auskennt. Vermutlich, also zu 98% bin ich mir sicher dass das Alu diese Prozedur sowieso nicht überleben würde, da ja Flusssäure (HF(aq)) alle Metalle angreift.
Falls jemanden eine möglichkeit einfällt: her damit

gruß

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29 Aug. 2006 07:58 #5 von Christoph Drube
Hallo!

Um den Stahleinsatz zu schützen, kannst Du z.B. Eloxierpaste (ruhig farbige, dann sieht man direkt, wo der Schutzüberzug schon aufgebracht ist) verwenden. Diese ist anodisier- und überfärbefest und kann dann ganz zum Schluß mit Verdünner abgewaschen werden.

Mit Salpetersäure kann man die Oberfläche halbwegs von Legierungsbestandteilen befreien, aber das ist alles immer legierungsabhängig und außerdem noch vom Gefüge im Guss selbst abhängig. Eine gründliche Reinigung (strahlen und polieren, eventuell beizen) ist natürlich Pflicht. Mit Flusssäure wird vermutlich alles abgetragen werden.

Und selbst dann kann man fast nur dunkle Farbtöne verwenden (Tiefschwarz, eventuell Bronze etc.). Der Farbton selbst wird durch die Abdunklung der anodisierten Schicht sonst immer 'schmutzig' und blass aussehen.

Eine geniale Lösung, an der ich arbeite: vor dem Anodisieren galvanisch eine dünne Reinaluminiumschicht aufbringen. Dann kann man in den schönsten Farben Färben, vorrausgesetzt, die Zylindertemperatur wird nicht zu hoch.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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05 Nov. 2008 12:38 #6 von Gast
Hallo Christoph

Wie weit ist denn deine 'geniale Lösung' (ich denke, die ist tatsächlich genial) fortgeschritten und hast du evtl schon einen Anbieter, der das amchen würde?

MfG
Sven

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