Hallo!
Das Problem bei zu niedriger Netzteilspannung ist, dass schon nach kurzer Zeit der Strom zurückgeht, weil der Schichtwiderstand ansteigt aber die Spannung nicht weiter erhöht werden kann. Längeres Anodisieren hilft dabei leider nicht weiter, da sich ein Gleichgewichtszustand einstellt (die Badspannung ist aber auch immer von der Legierung abhängig).
Am wichtigsten ist aber eine vernünftige Stromregelung.
Hartanodisieren bedeutet: tiefe Temperaturen, wenig Säure, hohe Spannungen und große Ströme

Das kann man natürlich alles auch so erreichen, aber der Aufwand (insbesondere zur Kühlung) ist schon sehr groß. Der Zusatz hilft da schon sehr.
Spätestens hier benötigt man aber auf jeden Fall ein gutes, geregeltes Netzteil.
Echte, glänzende Oberflächen erhält man nur mit sehr reinen Aluminiumlegierungen (Al99,5 und besser, AlMg1 geht vielleicht so gerade noch) und auch dann *nur* bei elektrochemischem Glänzen - eine rein mechanische Politur ist *nicht* ausreichend.
Glanzbäder sind aber nicht ungefährlich, da sie häufig bei über 100 Grad und mit heissen Säuremischungen arbeiten.
Ist also eher schwierig und selbst dann ist der Glanz nie ganz so wie etwa bei Chrom. Die Porenbildung bedingt einfach eine Lichtbrechung (und damit gewisse Mattigkeit) in der durchsichtigen Schicht.
Zusammenfassung: ich würde nach einem vernünftigen Netzteil schauen, je nach gewünschter Schichtdicke (ab 25µm) den Harteloxalzusatz benutzen und für glänzende Teile möglichst geringe Schichtdicken (bis 10µm) aufbringen.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks