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Kathode - aus Alu oder Blei?

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12 Jun 2008 01:29 #1 by Freestyler
Hallo verehrte Forenmitglieder,

ich bin offengestanden ein wenig ratlos, und hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt.

Es geht darum, aus welchem Material die Kathode am besten bestehen sollte.
Manchmal wird offenbar Blei verwendet, aber hin und wieder auch Alu.

Ich bin ein Hobbyheimwerker, und habe mir aus Alurundlingen (aus dem Baumarkt), einige Kugelschreiber gedreht. Die sehen poliert ja recht gut aus, aber färben nach einiger Zeit auch die Hände dunkel.
Um das künftig zu vermeiden, dachte ich daran, die Kugelschreiber zu eloxieren.

Ok, die genaue Legierung ist mir nun nicht bekannt, aber ich wollte trotzdem einen Versuch wagen. Wenn es nicht klappt, kann ich mir zumindest sagen 'Du hast es wenigstens versucht'.

Habt ihr einen Rat, aus welchem Material die Kathode nun am besten bestehen sollte?
Nehme ich nun besser ein stück Blei, oder besser ein stück Alu (gleiches Material wie der Kuli)?

Für euren Rat, wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
Jörg

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12 Jun 2008 09:23 #2 by Christoph Drube
Hallo!

Prinzipiell kann man sowohl mit Blei als auch mit Aluminium gut arbeiten.

Blei ist in Schwefelsäure beständiger, während Aluminium langsam in Lösung geht und irgendwann die Al+3-Konzentration zu hoch für eine gute Anodisierung wird (das dauert allerdings!). Dies betrifft aber nur Anlagen, in denen die Kathoden dauerhaft im Elektrolyten hängen.

Für den Heimanwender, der die Bleche nach Benutzung kurz abspült und aus der Säure nimmt oder die Säure ablässt, würde ich Aluminium empfehlen. Es leitet deutlich besser und ist meist auch einfacher zu beschaffen.
Außerdem es es natürlich umweltverträglicher.

Ein kleiner Vorteil von Blei: es ist sehr weich und lässt sich sehr leicht passend zu den zu anodisierenden Oberflächen verbiegen.

Aber egal, wie man sich auch entscheidet:
Auf die Schichtqualität hat die Wahl des Kathoden(!)materials praktisch keinen Einfluss.

Noch ein Tipp zum Kugelschreiber: bei zu anodisierenden Röhrchen/Rohren ist natürlich ein größeres Rohr als Kathode optimal, in das dann der Kugelschreiber gehängt wird, da so der Abstand zur Oberfläche fast überall identisch ist.
Wenn also ein passendes Aluminiumrohr vorhanden ist, dieses verwenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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12 Jun 2008 21:46 #3 by Freestyler
Hallo Christoph,

vielen Dank für deine Antwort. Damit hast du mir schon sehr geholfen.

Wie wichtig ist eigentlich die Kühlung der Säure beim Anodosieren?
In der Anleitung habe ich nicht darüber gefunden.

Ich beabsichtige wie gesagt, kein aufwändiges Hartanodisieren vorzunehmen.
Mir geht es eigentlich in erster Linie um ein reines Hobbyeloxieren,
wobei die Färbung auch recht wichtig ist.

Hautsächlich soll das 'abfärben' an den händen, wie es bei einem unbehandelten Alustück vorkommt, vermieden werden,
und das Alu soll auch gut aussehen.

Sehe ich das richtig, das in meinem Fall, eine Kühlung des Säurebades entfallen kann?

Würde es vorteilhaft sein, wenn ich den Harteloxierzusatz verwende?
Die Beschreibung im Shop liest sich sehr gut, und macht mich neugierig.
Ist das Endergebnis nach Verwendung des Zusatzes, sichtbar besser,
werden die Farben dadurch besser aufgenommen, sehen besser aus?

Oder wäre das Sealsalz besser für meinen Zweck geeignet?

OK, das sind jetzt eine Menge Fragen, aber bevor ich eine Bestellung vornehme, möchte ich halt möglichst gut informiert sein, damit ich
auch wirklich die richtigen Artikel bestelle.

Viele Grüße,
Jörg

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13 Jun 2008 16:36 #4 by Christoph Drube
Hallo Jörg,

das Säurebad sollte schon einigermaßen kühl bleiben (max. 25 Grad), im Zweifelsfall würde ich einfach ein größeres Bad ansetzen (= mehr Wärmekapazität) oder das Bad vorher runterkühlen.

Der Harteloxierzusatz bringt natürlich auch bei dekorativen Eloxierungen etwas (etwa 10 Grad, d.h. das Ergebnis ist bei 20°C so wie normalerweise bei 10°C), aber ob der Zusatz für Dich in Frage kommt, hängt von Deinen Anforderungen ab. Für normale dekorative Eloxierungen und kleine Bäder benötigt man ihn üblicherweise nur in Ausnahmefällen. Hauptsächlich ist der Zusatz für dicke, harte technische Schichten gedacht, wobei das Dekorative in den Hintergrund tritt.

Die Farbaufnahme wird durch den Zusatz eigentlich nicht verbessert, wenn man mal von den erreichbaren größeren Schichtstärken absieht, die natürlich mehr Farbstoff einlagern können.

Das Sealsalz ist sehr zu empfehlen, da es das Ausbluten bei der Versiegelung praktisch komplett verhindert. Außerdem stellt es den pH-Wert optimal ein und enthält einen Belagsverhinderer - ist also sozusagen ein Mehrkomponentenwirkstoff ;-)
Für eine vernünftige Endhärte und Robustheit der Färbung sollte man das einsetzen, wobei für Deine Zwecke ein Einstufensealing (siehe TM-2 im Downloadbereich) vollkommen ausreichen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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14 Jun 2008 00:05 #5 by Freestyler
Hi Christoph,

vielen lieben Dank nochmal für deine Antworten.

lg Jörg

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