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Hilfe ich weiß nicht weiter ..Teilebruch im Bad; Farbgradient und matt wirds

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23 Jul 2009 09:20 #1 by alustreifen
Sehr geehrter Herr Drube , liebe Forumsmitglieder und Profieloxierer:

Bitte um Hilfe, mir gehen die Ideen aus .... :-(



Eckdaten

Material:
Streifen aus Alutafel s=0,8 mm (Conrad Elektronik) Legierung unbekannt

Fläche Bauteil im Bad:
14,4cm² ( 1x umgefalzt)

Reinigung:
DRANO Rohr Frei 3 Esslöffel auf 1Liter destilliertes Wasser

Elektrolytisches Bad:
0,4 Liter Batteriesäure 38% (Autoteile Unger) mit 0,4Liter destilliertes Wasser

Kathode:
Bleiplatte s=1mm A= 98cm² ( l=14cm h=7cm)

Ladegerät:
4A arithm. /moyens ???? 6A eff. (Bosch)

Versiegelung Bad:
1Liter destilliertes Wasser

Parameter

Reinigung:
15min in „Drano' Lösung dann Spülung Klarwasser

Elektrolytisches Bad:
Ladegerät fährt Anzeige auf 3A und bleibt dort Zykluszeiten siehe Problemstellung

Passivierung:
60min kochendes destilliertes Wasser

Probleme:

1. Störender Farbgradient von Werkstückkante Badoberfläche ins Werkstück hinein
(Werkstück wird außerhalb Bad aufgehängt und taucht ins Bad ein)
(Farbbild am Ende des Bauteils eigentlich i.O. [bis auf Punkt 2])

2. Bei Tests mit 10min 15 min 20min Badzeit entsteht ein mattes Eloxalbild ( wie anderes Forumsmitglied als alter ausgeblichener Lack auf alten Autos beschrieb)

Ihr Rat, in dem Falle, das Stromstärke bzw. Baddauer zur Porenbildung nicht ausreichen führte zu Punkt 3

3. Bei Test mit 25 min 30 min Materialschwund am Bauteil
Materialdickenabnahme bis Bauteil sich zerlegt, an Eintauchstelle Badobergrenze abbricht und ins Bad fällt

Mit freundlichen Grüßen

Markus

(Außerdem: Super Service bei E-Thingks ; phantastisch kurze Lieferzeiten; alles bestens.)

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23 Jul 2009 10:41 #2 by Christoph Drube
Hallo!

Die Lösung Ihres Problems ist ganz einfach:

Der eingestellte Strom ist viel zu hoch.

Ihr Blech hat ca. 15cm² Oberfläche. Das heisst, dass Sie bei Anwendung der Faustformel (1,5A/dm² für 45min) etwa 225mA für 45 Minuten einsetzen dürfen.
Mit 3 Ampere überschreiten Sie den Nominalstrom um das 13-fache (!).

Man kann in gewissen Grenzen die Zeitdauer verlängern, aber man kann sie nicht wesentlich verkürzen, da es sich bei der Schicht um ein Kristallwachtum handelt und die Wärmeentwicklung sonst zu stark wird. Bei normalen Bedingungen sollte man sich möglichst an die 45 Minuten halten.

Bei solch hohen Strömen erhöht sich die Temperatur der Säure direkt an der Schicht (hier findet man den Großteil des ohmschen Widerstandes im Bad) massiv und führt zu einem massiven Schichtabbau.

Daraus resultiert insbesondere Ihr Ergebnis im Fall ganz links (Abbruch durch stark erhöhte Auflösung des Aluminiums).
Direkt unterhalb des Säurespiegels ist die Zirkulation besonders mangelhaft und die Erhitzung durch die aufsteigende Säure extrem.

Die abnehmende Farbstoffaufnahme (Bildmitte) liegt auch an der nach oben hin immer weiter zunehmenden Temperatur: durch die stärkere Rücklösung der Schicht durch die Säure wird diese immer dünner und dementsprechend ist das Farbstoffaufnahmevermögen.

Die starke Mattierung liegt ebenfalls an der ungenügenden Schichtbildung.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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23 Jul 2009 13:03 #3 by alustreifen
Hallo,
danke für die rasche Hilfe.

Am Netzteil konnte ich nichts machen, der Wert ist fix also wurden mehr Teile reingesetzt und die Fläche dadurch angepasst und sieheda - Glanz !!

Noch stimmt die Farbe nicht ganz, aber die Richtung stimmt.

Danke.

Markus

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09 Aug 2009 21:35 #4 by DEC
Ein weiterer Grund für das Auflösen des Aluminiums um den Säurestand liegt auch vor allem an nascierenden Wasserstoff!

Gruß

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