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Weiße Schicht nach Versiegeln...
ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Und zwar habe ich heute 2 Gabelbrücken meines Motorrads eloxiert. Die obere (700cm^2) ist perfekt geworden. Die untere (900cm^2) ist genau das Gegenteil. Ich habe alles genauso gemacht wie bei der anderen... Jedoch ist jetzt nach dem Versiegeln eine weiße Schicht auf dem Material, es sieht fast so aus wie Salz. Spült man das Teil mit Wasser ab, sieht die Oberfläche ganz normal aus. Jedoch trocknet das Aluminium wieder recht schnell und die weiße Oberfläche ist wieder sichtbar. Ich habe schon versucht, die weiße Schicht mit einem Stück Küchenpapier zu entfernen. Beim Rubbeln verfärbt sich das Papier orange, jedoch bleibt die weiße Schicht. Ich habe auch ein warmes Spülmittelbad probiert, keine Chance. Wie kann das passiert sein...? Was kann ich noch probieren?
Fehlersuche:
Nach dem Färben wurde das Werkstück NICHT abgespült, sondern direkt in die Sealinglösung gegeben. Ist doch nicht weiter wild, oder etwa doch?!...
Verwendet wurde das Sealsalz von El-Th mit der richtigen Dosierung (+ dest. Wasser). Beide Werkstücke wurden nacheinander abgekocht. Das verdampfte Wasser wurde nachgefüllt. Nach dem Versiegeln wurde das Werkstück aus dem Bad genommen und mit Leitungswasser abgespült. Ja, mehr kann ich jetzt auch nicht sagen.... Die Oberfläche ist richtig berechnet worden, die Stromstärke + Baddauer haben gestimmt...
Schaut euch das Bild an, seht selbst... Ich hoffe, ihr wisst eine Lösung...
Gruß,
Oliver
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Ich würde das Problem nicht beim sealing und auch nicht beim färben suchen, sondern beim anodisieren. Wenn du die Farbe ´abwischen´ kannst stimmt zumindest deine Schicht nicht.
Könnte es sein, daß du die obere, kleinere Gabelbrücke zuerst und direkt danach die untere, größere Brücke eloxiert hast??
Ich vermute mal, daß dein Säurebad zu warm ( >21°C ) geworden ist!
Dirk
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danke für deine Antwort.
Ja, ganz recht, genau so war's... Jedoch stieg die Badtemperatur "nur" auf ca. 20°C an, mehr nicht... Ok, wie warm das Werkstück während dieser Zeit war, kann ich nicht sagen...Könnte es sein, daß du die obere, kleinere Gabelbrücke zuerst und direkt danach die untere, größere Brücke eloxiert hast??
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als die ganze Sache nochmal zu wiederholen? Ich habe wirklich jede Menge Spaß am Eloxieren, jedoch nerven mich solche Rückschläge und der hohe Zeitaufwand zum Auf- und Abbauen der ganzen Gerätschaft
Kann man das Sealingbad eigentlich wiederverwenden?... Das Salz verdampft ja eigentlich nicht... Also müsste es doch reichen, das destillierte Wasser nachzufüllen!?
Ich wünsche noch ein schönes Wochenende!
Gruß,
Oliver
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das Sealbad ( wie im übrigen alle Bäder beim eloxieren ) kannst du beliebig oft verwenden. Die Konzentration ändert sich zwar, aber das bemerkst du irgendwann.
Bei der Temperatur beim anodisieren ist nicht unbedingt die Badtemperatur wichtig, sondern die Säuretemperatur am Werkstück!! Oder hast du eine Umwälzung? Wenn nicht: Zeitweise leichte ( Schwenk- ) Bewegungen des Werkstücks bewirken oft Wunder.
Dirk
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ich habe eine Umwälzung in Form von einer elektrischen Luftpumpe (für Wassersäulen etc.)... Das Werkstück wackelt dadurch wie verrückt im Säurebad hin und her (keine Angst, ist mit Titandraht und 6er Titanschraube fest verschraubt)
Ich habe heute den gesamten Vorgang wiederholt und auf die Badtemperatur geachtet. Diese hat die 18°C-Marke wieder nicht überschritten... Desweiteren habe ich mir neue Natronlauge (10%) und ein neues Sealingbad angemischt. Das Werkstück wurde diesmal nach dem Färben kurz abgebraust... Nach dem Versiegeln wieder eine große Enttäuschung: Immernoch eine dicke, weiße Schicht auf der Gabelbrücke

Was mir heute noch aufgefallen ist...
meine Schwefelsäure ist dunkel verfärbt, also nicht mehr so klar und durchsichtig wie am Anfang, es ist leicht grau... Und wenn ich den Strom (6,8 Ampere) anschalte, steigt die Spannung auf ca. 15 Volt und fällt dann laufend bis auf ca. 10 Volt ab.
Außerdem habe ich mal einen Kupplungshebel eloxiert, bei dem eine Buchse aus Kupfer verbaut war (habe ich nicht gesehen, weil versteckt)...
Was kann das sein? ... Sollte ich mir neue Schwefelsäure anmischen? Ich werd langsam verrückt. Gibt es evtl. einen Betrieb, der im Internet anbietet, solche Teile zu eloxieren? Ich brauche die Gabelbrücke eigentlich recht dringend...
Gruß und Danke,
Oliver
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Die Legierung ist 7015......
Das Werkstück wurde ca. 2 Minuten in Natronlauge gebeizt, danach kam eine tiefschwarze Schicht zum Vorschein, die sich nach dem Abspülen dann in der Schwefelsäure auflöste. Zurück blieb eine dünne, graue, unregelmäßige, leicht abzureibende Schicht, welche ich entfernt habe.
Ich vermute eine zu Hohe Temperatur am Werkstück, heute Abend starte ich den letzten Versuch mit einer Wahnsinns-Umwälzung... Sollte dieser wieder fehlschlagen, schicke ich die Teile zu einer Eloxalfirma ein....
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- Christoph Drube
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unki007 wrote: Noch ein paar Fakten hinterher:
Die Legierung ist 7015......
Das Werkstück wurde ca. 2 Minuten in Natronlauge gebeizt, danach kam eine tiefschwarze Schicht zum Vorschein, die sich nach dem Abspülen dann in der Schwefelsäure auflöste. Zurück blieb eine dünne, graue, unregelmäßige, leicht abzureibende Schicht, welche ich entfernt habe.
Ich vermute eine zu Hohe Temperatur am Werkstück, heute Abend starte ich den letzten Versuch mit einer Wahnsinns-Umwälzung... Sollte dieser wieder fehlschlagen, schicke ich die Teile zu einer Eloxalfirma ein....
Wie wurde denn aufgehängt? Bei solchen Oberflächen reicht ein einzelner Draht mit einer Kontaktstelle auf jeden Fall nicht mehr aus.
Diese milchigen Schichten entstehen eigentlich fast immer, wenn die Schichtdicke zu gering ist.
Wichtig: Nach dem Entfernen der grauen Schicht muss das Teil auf jeden Fall gereinigt werden!
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks
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unki007 wrote: Was mir heute noch aufgefallen ist...
meine Schwefelsäure ist dunkel verfärbt, also nicht mehr so klar und durchsichtig wie am Anfang, es ist leicht grau... Und wenn ich den Strom (6,8 Ampere) anschalte, steigt die Spannung auf ca. 15 Volt und fällt dann laufend bis auf ca. 10 Volt ab.
Außerdem habe ich mal einen Kupplungshebel eloxiert, bei dem eine Buchse aus Kupfer verbaut war (habe ich nicht gesehen, weil versteckt)...
Sieht so aus, als hättest Du mit Hilfe der Kupferbuchse eine ganz passable schwefelsaure Kupfersulfatlösung erzeugt. Das ist zwar die ideale Grundlage für galvanische Verkupferungen, wird aber von den Spezialisten nicht gerade als erste Wahl fürs Eloxieren empfohlen...
Grüße,
Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!
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Morgen werde ich mir neue Schwefelsäure anmischen, für ausreichende Umwälzung & Kühlung sorgen und das Werkstück penibelst reinigen und sauber halten, hoffentlich klappt es dann endlich...
Ich melde mich, vielen Dank für eure Antworten!
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Vielleicht solltest Du mehr Drähte zum Kontaktieren verwenden. Bei 900 cm² Oberfläche und den Normaleinstellungen pumpst Du an die 13,5 A in Dein Werkstück. Einen so hohen Strom solltest Du auf mehr Querschnitt aufteilen. Das heißt nun nicht, dass Du die Gabelbrücke wie eine Marionette an viele dünne Drähte hängen sollst. Einige Drähte verzwirbelt tun's auch, dann brauchst Du auch nicht mehr als die vorgesehenen zwei Kontaktstellen.
Grüße,
Rudi
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