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(nicht-) Eloxieren von Gravuren

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07 Nov 2011 23:42 #1 by Horstelin
Hallo!

Es geht um folgendes Werkstück:

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Ich würde die CNC-gefräste Frontplatte gerne wie das restliche Gehäuse schwarz eloxieren. Allerdings sollten die Gravuren nachher noch erkennbar sein. Ich habe im Forum was von Fotolack gelesen, bin mir aber nicht sicher ob das auch mit Gravuren funktioniert. Meine Idee wäre eher die Gravuren mit Wachsmalkreide/Windowcolor etc auszufüllen, dann zu eloxieren und das Zeugs dann anschließend wieder raus zu popeln. Gibt es dazu schon Erfahrung?

Danke für die Hilfe

Urs

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08 Nov 2011 11:58 #2 by katerleo

Horstelin wrote: Meine Idee wäre eher die Gravuren mit Wachsmalkreide/Windowcolor etc auszufüllen, dann zu eloxieren und das Zeugs dann anschließend wieder raus zu popeln. Gibt es dazu schon Erfahrung?


Hallo, Urs!

Kurz gesagt: Ja, schlechte!

Auf Fetten/Ölen/Wachsen basierende Füllstoffe verabschieden sich beim Entfetten. Nach dem Entfetten Einbringen ist wegen der Gefahr der Verunreinigung der bereits sauberen Oberfläche extrem gefährlich, wohl auch schwierig.

Windowcolor löst sich im heissen Farbbad, spätestens aber im Sealbad aus der Gravur und versaut das entsprechende Bad.

Meine Vorgangsweise wäre:

Gravur miteloxieren.
Entweder
nach dem Anodisieren mit farbloser Farbpaste (gibt's im Shop) ausfüllen; hier ist Sorgfalt angesagt, weil die Oberfläche nicht benetzt werden darf.

Oder
alles fertigmachen und nach getaner Arbeit die Gravur mit einem weissen Lack auffüllen. Den Lack bekommt man von der Oberfläche (wenn gepatzt wurde) sehr leicht wieder runter.

Grüße, Rudi

___________________________________________________
Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!

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08 Nov 2011 19:58 #3 by Horstelin
Danke Rudi,
dann ist das wohl so wie ich es befürchtet habe...
Habe ich das richtig verstanden, dass die farblose Farbpaste die zu färbende Oberfläche nicht berühren darf, also grob auf die Gravur schmieren und dann Abwischen würde nicht funktionieren? Ich bezweifele dass ich das so hinbekommen würde...
Eine Frage noch: Darf man eloxierte Platten erhitzen? Es gibt da nämlich ein praktisches Verfahren zum Einfärben von Gravuren, die Gravur wird mit Wachsmalstift eingeschmiert und anschließend wird das ganze erhitzt. Der restliche Wachsmalstift lässt sich dann abwischen, der in der Gravur bleibt drin. Wäre natürlich ungünstig wenn das die Farbe des Werkstückes verändert.

MfG Urs

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09 Nov 2011 09:13 #4 by katerleo
Hallo, Urs!

Zunächst einmal eine Klarstellung zu Vorgangsweise und zeitlichem Ablauf:

Die Farbpasten, ob nun farblos oder nicht, werden wie die flüssigen Farben zum Färben der anodisierten Flächen eingesetzt, also (nach Trocknung) unmittelbar nach dem Säurebad auf die offenporige Oberfläche aufgebracht. Dass dabei jeder von der Paste bedeckter Fleck die Pastenfarbe erhält, ist klar. Daher ist bei Arbeit mit Pasten ganz exakt zu arbeiten; Fehler zu korrigieren, ist mit einfachen Mitteln (Abwischen) nicht möglich.
Nach Trocknung der Farbpaste kann das Bauteil dann in flüssiger Farbe eingefärbt werden, wobei die pastengefärbten Teilbereiche ihre Farbe behalten. Es ist dadurch eine mehrfarbige, aber homogen eloxierte Oberfläche erreichbar.

Ja, eloxierte Platten darf man (in Grenzen) erhitzen!
Die Eloxalschicht sollte über 1000° C aushalten, schließlich besteht sie aus Korund.
Das Alu-Grundmaterial schmilzt ohnehin schon bei niedrigeren Temperaturen, daher keine Gefahr für die Schicht.

ABER:
Die meisten Farben sind nur bis zu 200 °C beständig, darüber kommt es zu Farbveränderung bzw -verlust.

Wenn also das von Dir erwähnte Verfahren mit Wachs - das auf die fertig eloxierte und verdichtete Oberfläche angewandt wird - bei weniger als 200° C funktioniert, wäre das, ebenso wie meine Lackmethode, die geeignete Vorgangsweise.

Grüße, Rudi

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