Die Diskussion erinnert mich an ein einschneidendes Erlebnis vor gut 8 Jahren. Mit einer Frontplatte des HiFi-Herstellers Nakamichi (berühmt für Verstärker & Tapedecks)
bin ich zu einem professionellen Eloxierer gegangen, der auch dekorativ schleift und eloxiert
Von ihme wollte ich das gleiche bekommen
Die Nakamichi Frontplatten (aus Strangguss,wahrscheinlich EN AW 6060) sind tiefschwarz, gebürstet und hochglänzed.
Trotz des bei Knöpfen und Tasten gröberen Bürstststrichs fühlt sich die Oberfläche glatt an.
Vom Eloxalbetrieb wollte ich wissen, ob die was ähnliches hinbekommen, aber der Vertriebsmensch des Elovxalbetriebes wollte überhaupt nicht glauben,
dass meine Frontplatte eloxiert ist. Ich musste ihn mehrmals bitten, damit ins Labor zu gehen.
Er kam zurück und grummelte was von 15µm - eine Schichtstärke von der es schon mal heisst, sie würde matt ausfallen.
Also: Die Zulieferer der Hersteller der 70er/80er Jahre (Sony, Denon, Nakamichi, Marantz) hatten es wirklich drauf, hochglänzende, eloxierte, gebürstete und sich
trotzdem glatt anfassende Eloxalflächen herzustellen. Also nix mit Folie oder Lack. Eloxal.
So habe ich z.B. einen Tropfentest gemacht; bei solch einer Front läuft was Wasser zu Tropfen zusammen - bei allen Mustern, die ich von Eloxierern bisher bekam, bleibt das Wasser als Film liegen
Bisher habe ich nur in Südkorea eine Firma gefunden, (haben mal in der Zulieferhallle auf der IFA ausgestellt)
www.pavonine.net/
, die heute dieser damaligen Klasse nahekommt.
Was heute bei HiFi designt wird, fällt viel matter aus und fühlt sich auch bei feinem Bürststrich rauher an.
Viele professionelle Eloxierer scheinen nicht zu wissen, dasses Verfahren gibt / gegeben hat, die hohe Glanzgrade erreichten.
Bei einer anderen Eloxalfirma hielt der Eloxiermeister mein seidenglänzendes Ipad für silber lackiertes Plastik.
Kein Wunder, bei dem was die selber hinbekamen: Die hatten eine Probe von mir dererart zu Tode gebeizt, dass Fingerabdrücke nicht abzuwischen waren.
In destilliertem Wasser kochen brachte nichts. Ich habe dann die offenen Oberflächen mit Holzöl "versiegelt".
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So sieht die Frontplatte aus, von welcher der erste Eloxierer meinte, es könne nur Lack sein, inzwischen 32 Jahre alt: